Fasten für uns, das Klima und die Tiere
Vierzig Tage ohne Fleisch, Milch und Eier. Für viele beginnt mit dem Aschermittwoch nicht nur eine religiöse Tradition, sondern auch eine bewusste Entscheidung. Wer sich jetzt pflanzlich ernährt, schützt sich selbst, das Klima, die Tiere und die Ressourcen und entdeckt oft eine neue Leichtigkeit im Alltag.
Zwischen Aschermittwoch und Gründonnerstag verzichten Christ*innen traditionell 40 Tage lang auf bestimmte Speisen. Sie bereiten sich damit auf Ostern vor.
Gewohnheiten hinterfragen
In diesem Jahr dauert die katholische Fastenzeit vom 18. Februar bis zum 4. April. Und es beteiligen sich nicht nur religiöse Menschen. Viele nutzen diese Wochen, um ihre Gewohnheiten zu hinterfragen. Sie schauen genauer hin: Was esse ich? Woher kommen meine Lebensmittel? Welche Folgen hat mein Konsum?
Ich stelle für mich selbst fest, dass beim Fasten eingefahrene Routinen infrage gestellt werden. Müssen es wirklich der Kaffee, der Keks, die Zigarette oder die Limo an einer bestimmten Stelle des Tagesablaufs sein? Nur, weil wir es uns so angewöhnt haben? Ein kurzer Moment des Innehaltens kann uns absichtsvoll neu entscheiden lassen.
Ökologischen Fußabdruck verringern
Gerade in Zeiten der Klimakrise spielt die Ernährung eine große Rolle. Die Produktion tierischer Produkte wie Fleisch und Milch ist sehr ressourcenintensiv. Dabei werden hohe Mengen an Treibhausgasen verursacht (in der gesamten Wertschöpfungskette ca. 30 % aller CO₂-Emissionen Deutschlands). Wer sich hingegen mit Gemüse und Hülsenfrüchten ernährt, reduziert seinen ökologischen Fußabdruck deutlich.
Fasten bedeutet heute mehr als nur Verzicht. Es steht für bewusste Entscheidungen. Wer sich in diesen Wochen pflanzlich ernährt, setzt ein Zeichen. Für einen achtsamen Umgang mit Ressourcen. Für eine Zukunft, die auch kommenden Generationen Chancen lässt. Die Fastenzeit lädt ein, Verantwortung zu übernehmen. Jeden Tag. Bei jeder Mahlzeit.
Es gibt bereits schmackhafte und ernährungsphysiologisch gute vegetarische Produkte im Handel. Dabei denke ich auch an unser möhrengrün Hack-Allerlei. ;)
Albrecht von Schultzendorff
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